Stiftung Zollverein
Halle 6, Schacht XII [A6]
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
www.zollverein.de
Staatssekretär Rainer Bomba, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, besucht das Welterbe Zollverein
Bild oben: Von links nach rechts
Almuth Draeger (Referentin Abteilung Raumordnung im Bundesministerium für Verkehr), Karl Jasper (Leitender Ministerialrat Wirtschaftsministerium NRW), Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesministerium für Verkehr), Hermann Marth (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein), Anne Katrin Bohle (Leiterin Abt. Stadtentwicklung im Wirtschaftsministerium NRW), Gabriele Heidner (Projektleiterin Planen und Bauen Stiftung Zollverein), Dr. Oliver Weigel (Referat Stadtentwicklung Bundesministerium Verkehr), Hans-Jürgen Best (Planungsdezernent der Stadt Essen).
Staatssekretär Rainer Bomba informierte sich heute 27. Januar 2012 vor Ort über die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen, die durch das Investitionsprogramm nationale UNESCOWelterbestätten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert werden.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Zollverein, Hermann Marth, führte Staatssekretär Bomba über das Gelände und erläuterte die insgesamt neun Bau- und Sanierungsmaßnahmen, darunter die Instandsetzung des Kaminkühlers I und das Kammgebäudes, auf dem Gelände der Zeche Zollverein Schacht XII sowie der Kokerei Zollverein.
„Es ist gut zu sehen, wie das Geld aus dem Investitionsprogramm nationale UNESCOWelterbestätten auf der Zeche Zollverein eingesetzt worden ist. Seit meinem letzten Besuch hier hat sich einiges getan. Das große Engagement aller Beteiligten vor Ort begrüße ich außerordentlich“, bekräftigt Staatssekretär Rainer Bomba.Bild unten: Von links nach rechts
Joachim Seifert (Stiftung Zollverein), Dr. Oliver Weigel (Referat Stadtentwicklung Bundesministerium Verkehr),
Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesministerium für Verkehr), Anne Katrin Bohle (Leiterin Abt. Stadtentwicklung im Wirtschaftsministerium NRW), Hermann Marth (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein).
Für Hermann Marth „birgt die Kokerei Zollverein ein großes Potenzial für den Essener Norden. Unser Anliegen war es, die Sanierung und den Erhalt der Anlagen zu sichern und so die Ansiedlung von Unternehmen der Kreativwirtschaft zu ermöglichen. Dank des Welterbeförderprogramms können wir zugleich den Bestand an historischen Gebäuden bewahren sowie neue Beschäftigungen generieren, kurzfristig in der Baubranche sowie langfristig im Bereich der Kreativwirtschaft“.
Neben Staatssekretär Bomba informierten sich auch Dr. Oliver Weigel, Leiter des Referates Stadtentwicklung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Ministerialrat Karl Jasper und die Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung Anne Katrin Bohle, beide Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW, sowie der Essener Stadtdirektor Hans-Jürgen Best über den Sanierungsfortschritt.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat in den beiden Jahren 2009 und 2010 jeweils einen Projektaufruf durchgeführt. Damit konnte mit der Umsetzung zahlreicher investiver und konzeptioneller Vorhaben in den Welterbestätten begonnen werden.
Insgesamt stellt das Bauministerium 150 Millionen Euro für den Erhalt und die Pflege der mittlerweile 36 gelisteten deutschen UNESCO-Welterbestätten bereit. Ziel ist es, die Welterbestätten zu erhalten und zu pflegen. Dabei fördert das Programm explizit neben investiven Maßnahmen auch Konzepte zur "welterbeverträglichen Stadtentwicklung". Im Hinblick auf die Konjunkturförderung ist das Programm von großer Bedeutung, da die Welterbestätten
ein wichtiger Aspekt für Beschäftigung und Wachstum einer Region bilden.
Sowohl im Tourismus als auch in der Bauwirtschaft und im Handwerk generieren sie Arbeitsplätze.
Somit verbindet das Welterbeprogramm Kulturförderung mit Konjunkturförderung.
Investitionen dieser Art regen erfahrungsgemäß Folgeinvestitionen in etwa siebenfacher Größe an.
Aus den Städten und Gemeinden in Deutschland, in denen sich Teile einer UNESCOWelterbestätte befinden, wurden 2009 281 Projektanträge eingereicht. Für die ausgewählten Maßnahmen aus dem ersten Projektaufruf 2009 standen insgesamt ca. 150 Mio. Eurozur Verfügung (Förderzeitraum 2009-2013). Für die Maßnahmen aus dem zweiten Projektaufruf 2010 insgesamt ca. 70 Mio. Euro (Förderzeitraum 2010-2014). Auf Empfehlung einer vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einberufenen Expertenkommission wurden aus den eingegangenen Bewerbungen im Jahr 2009 für 119 Projekte in insgesamt 47 Kommunen eine Förderzusage erteilt. 2010 wurden
nochmals 94 Projekte in insgesamt 48 Kommunen für eine Förderung ausgewählt. Davon entfielen auf das Welterbe Zollverein 9.75 Mio. Euro im ersten Förderzeitraum und weitere 4 Mio. im zweiten Förderzeitraum.
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Quellenangabe:
Stiftung Zollverein