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Nachrichten aus dem Ruhrgebiet

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Ruhrgebiet, NRW
Wissenschaft & Forschung, Kulturelles

316 Millionen Jahre alter Fußabdruck: Sensationeller Ursaurier-Fund in Bochum

Bochum (idr). Stolze 316 Millionen Jahr alt ist der Fußabdruck, der jetzt in einem Bochumer Steinbruch gefunden wurde. Er stammt von einem Ichniotherium praesidentis und gilt als die älteste Wirbeltierfährte in Deutschland überhaupt.
Der Ursaurier hat mehrere vollständige, je rund 20 Zentimeter lange Abdrücke vom Fuß und der Hand hinterlassen. Ichniotherium praesidentis gilt als Bindeglied zwischen Amphibien und Reptilien und damit auch als unmittelbarer Vorläufer aller höheren Landwirbeltiere. Das Tier dürfte nur etwas kleiner als ein Hausschwein gewesen sein.
Wie die genauere Untersuchung der Fundschicht ergab, handelt es sich bei dem Gestein um Ablagerungen eines großen Flusses, der die Steinkohlenmoore des heutigen Ruhrgebiets durchströmte. Der Ursaurier hinterließ seine Hand- und Fußabdrücke wohl am feuchten Flussufer oder auf einer Sandbank im Fluss.
Ein Unternehmen wird die Funde am kommenden Montag (17. Juni) bergen. Unter Koordinierung des Geologischen Dienstes NRW sind detaillierte Untersuchungen der Fundstelle bereits begonnen worden. Die Platte wird danach im LWL-Museum für Naturkunde in Münster präpariert und dann wissenschaftlich weiter untersucht. Ihren endgültigen Standort wird sie im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum bekommen.

Ruhrgebiet
Verkehr, Vermischtes

Bottrop will auffällige Autofahrer zu Verkehrsunterricht verpflichten

Bottrop (idr). Die Stadt Bottrop will Verkehrssünder künftig nachschulen. Entsprechende Pläne wurden jetzt dem Verkehrsausschuss vorgestellt.
Zusammen mit der Polizei soll das Straßenverkehrsamt Verkehrsunterricht für Autofahrer durchführen, die durch besonders schwere Verstöße auffällig wurden, etwa extreme Raser und Temposünder, die auffallend häufig geblitzt werden. Genaue Kriterien werden noch erarbeitet. Für den ersten Termin rechnet die Stadt mit 20 bis 25 "Kandidaten".
Der Verkehrsunterricht ist Teil eines Verkehrssicherheitskonzeptes, das die Kommune derzeit erstellt. Grundlage ist ein Paragraf der Straßenverkehrsordnung, wonach Verkehrsteilnehmer, die Vorschriften nicht beachten, zu entsprechender "Nachhilfe" verpflichtet werden können.

Ruhrgebiet
Kulturelles

Rund 185.000 Euro für Filmfestivals im Ruhrgebiet

Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). Mit rund 185.000 Euro unterstützt die Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf sechs Filmfestivals in der Metropole Ruhr. Damit fließt knapp die Hälfte der Fördermittel in Höhe von fast 400.000 Euro ins Ruhrgebiet.
Die mit 80.000 Euro landesweit höchste Summe erhält das Kinofest Lünen, das vom 21. bis 24. November läuft. Förderung gibt es außerdem für das bereits beendete Internationale Frauenfilmfestival in Dortmund, die Duisburger Filmwoche und das begleitende Festival für Kinder und Jugendliche "doxs!", das "Blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets" in Bochum sowie für das Filmfest homochrom in Köln und Dortmund.
Infos: www.filmstiftung.de

Ruhrgebiet, NRW
Kulturelles

Forum d'Avignon Ruhr diskutiert die Rolle von Kultur bei Krisenbewältigung

Essen (idr). Die Rolle von Kultur und Kreativwirtschaft für die Zukunftsgestaltung und damit auch für die aktuelle Krisenbewältigung ist das zentrale Thema des Forums d'Avignon Ruhr. 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft sowie Kultur und Kreativwirtschaft kommen zum zweiten Mal am 27. und 28. Juni auf dem Weltkulturerbe Zollverein in Essen zusammen.
Im Vorfeld zum Forum wurden seit Januar im Rahmen eines Forschungsprojektes im Ruhrgebiet über 100 Projekte mit sogenanntem Spillover-Effekten gesammelt, also solche, die Auswirkungen auf die Bereiche Wirtschaft, Stadtentwicklung, Klima und Interkultur haben. Die Untersuchung ist Teil des von der EU geförderten Projekts "Catalyse“.
Die vor fünf Jahren initiierte europäische Forschungs- und Dialogplattform Forum d'Avignon diskutiert Politikstrategien und Kulturprojekte. Die deutsch-französische Ideenschmiede knüpft an die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 an und sucht für deren Motto "Wandel durch Kultur" neue zeitgemäße und vor allem konkrete lokale Antworten.
Infos: www.e-c-c-e.com und www.forum-avignon-ruhr.org

Ruhrgebiet, NRW
Wirtschaft, Soziales

Mehr Minijobber zahlen Beiträge zur Rentenversicherung

Bochum (idr). Nach der Einführung der Rentenversicherungspflicht für Minjobber zum 1. Januar ist die Zahl der geringfügig Beschäftigten, die volle Rentenversicherungsbeiträge zahlen, deutlich gestiegen. Rund ein Viertel der Minijobber, die in diesem Jahr ihre Arbeit aufgenommen haben, zahlen den vollen Satz. Das geht aus dem Bericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in Bochum hervor. Insgesamt zahlen jetzt im gewerblichen Bereich 11,3 Prozent volle Beiträge zur Rentenversicherung, in Privathaushalten sind es 9,2 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten in Minijobs ist im ersten Quartal dieses Jahres erneut gesunken. Im gewerblichen Bereich arbeiteten 6,7 Millionen geringfügig Beschäftigte - 1,6 Prozent weniger als im Quartal zuvor und 0,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. In Privathaushalten erhöhte sich die Zahl der Minijobber gegenüber dem Vorjahreswert um 5,7 Prozent auf rund 248.000.
Infos: www.minijob-zentrale.de

Ruhrgebiet
Freizeit, Vermischtes

Neues Weinfestival "Vinolucion" in Bochum

Bochum (idr). In Bochum soll das Image von Weinfesten gründlich entstaubt werden. Das Weinfestival "Viva la Vinolucion!" vom 21. bis 23. Juni im Alten Katholikentagsbahnhof Rotunde kombiniert Weinverkostungen mit Elektroklängen, DJs, Partys, Konzerten und Designpräsentationen. Rund 30 Winzer aus Deutschland, Spanien, Frankreich und Portugal stellen ihre Rebensäfte vor.
Infos: www.vinolucion.de

Ruhrgebiet
Soziales

Weitere Kommunale Integrationszentren genehmigt

Düsseldof/Metropole Ruhr (idr). Der Kreis Recklinghausen sowie Bochum und Herne gehören zu den 13 Städten, die in der zweiten Runde vom Land die grundsätzliche Genehmigung zur Einrichtung eines Kommunalen Integrationszentrums erhalten haben. Mit einer endgültigen Bewilligung rechnet das NRW-Integrationsministerium bis zur Sommerpause. Zusammen mit den bereits zuvor genehmigten Zentren - u.a. im Kreis Unna und im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Hagen und Mülheim - gibt es dann insgesamt 29 Integrationszentren in NRW.
Aufgabe der Zentren ist es, die integrationspolitischen Aktivitäten in Kindergärten und Schulen, Stadtteilen und Kultureinrichtungen, Ausbildung, Gesundheit und Seniorenhilfe zu koordinieren und weiterzuentwickeln.
Die Kommunalen Integrationszentren werden vom NRW-Integrationsministerium und vom Schulministerium gefördert.


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